Reisen mit dem Geländewagen sind in gewisser Weise immer noch ein Abenteuer und erfordern sorgfältige Vorbereitung. Wie umfassend diese Vorbereitung sein muss, hängt unter anderem vom Reiseland und der dort geplanten Tour ab. Eine Reise durch die schottischen Highlands ist sicherlich anders zu planen gegenüber einer Fahrt durch die mongolischen Highlands. Die folgenden Tipps und Informationen sind daher allgemeingültig und auf eine anspruchsvolle Geländefahrt bezogen.
Ein serienmäßiger Geländewagen ist vollkommen ausreichend
Das Fahren auf steinigem Gelände oder im Sand erfordert gute Geländereifen, die stabil und für Fahrten mit niedrigem Luftdruck geeignet sind. Es ist dringend anzuraten, zwei komplette Reifen mit Felgen und zusätzlich pro Reifen einen Ersatzschlauch mitzunehmen. Bei einem normalen Fahrstil ist ein normales Fahrwerk vollkommen ausreichend. Wer unbedingt ein höher gelegtes Fahrwerk haben möchte, sollte dies von einem Fachmann einbauen lassen oder selbst ein Profi sein. Fahrzeuge mit Verbesserungen von Hobbybastlern fallen bei solchen Touren meist nur dadurch auf, dass sie ausfallen. Grundsätzlich ist allgemein bekannt, dass serienmäßig gebaute Fahrzeuge die wenigsten Probleme bereiten. Das gilt auch für Motoren. Getunte Motoren machen bei tropischen Fahrten oder in der Wüste schnell schlapp, insbesondere dann, wenn man nicht genügend Augenmerk auf die Kühlung gelegt hat. Eine hohe Motorleistung ist gut, Zuverlässigkeit ist besser. In dem Zusammenhang ist die Fahrtechnik wesentlich höher zu bewerten als die Motorleistung. Wenn jemand für Fahrten im Sand ungeübt ist, wird er auch mit hoher Motorleistung liegen bleiben.
Fahrzeug und Fahrer müssen fit sein
An Spezialausrüstung reichen Schaufel und Sandbleche, mehr ist nicht unbedingt erforderlich. Es ist wichtiger im Fahrzeug mindestens 50 Liter Kraftstoff und 25 Liter Trinkwasser mitzunehmen, als eine Seilwinde dabei zu haben oder Zusatztanks zu montieren. Natürlich sollte man, wenn für das eigene Fahrzeug Spezialwerkzeug notwendig ist, dieses auch mitführen. Gleiches gilt für wichtige Ersatzteile, wie Zahnriemen, Keilriemen, Dichtungen oder Wasserpumpe. Dass ein Fahrzeug für eine solche Reise in einem einwandfreien Zustand sein muss, sollte jedem klar sein. Es ist grob fahrlässig, eine derartige Tour mit einem Fahrzeug anzutreten, dass nicht kurz vor dem Start noch mal gewartet wurde. Aber nicht nur das Fahrzeug muss fit sein für eine solche Tour. Auch an den Fahrer werden hohe Anforderungen gestellt. Ein Tag im Gelände ist anstrengend und erfordert volle Konzentration. Es ist daher durchaus sinnvoll, sich vor einer solchen Reise sportlich zu betätigen und sich beim Arzt auf Herz und Nieren untersuchen zu lassen.
Sinnvolle Vorbereitung ist von größter Bedeutung
Es ist unmöglich, alles, was benötigt wird, hier aufzuzählen. Erst recht nicht, wenn man berücksichtigt, dass die Anforderungen je nach Reiseland höchst unterschiedlich sind. Bei Geländefahrten in Dänemark werden Sie sicherlich keine 25 Liter Trinkwasser mitführen müssen und in Österreich dürfte ein Zahnriemen ebenso verzichtbar sein, wie in Schottland auch 20 Liter Reservekraftstoff ausreichen. Eins dürfen Sie jedoch keinesfalls vergessen, egal wohin die Reise geht: Geld und Dokumente. Die Dokumente sollten Sie sicherheitshalber komplett kopieren und separat verstauen. Das hilft im Fall von Verlust oder Diebstahl bei der Ersatzbeschaffung und versetzt Sie zusätzlich in die Lage, immer noch belegen zu können, wer Sie sind.
Quelle: Mietwagenmarkt.de
Foto : santenberger – Fotolia
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